Schulveranstaltung im Haus der Geschichte (Bonn) am 22.06.2016

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Am 22.06.2016 fuhren einige Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 in Begleitung von Frau Dr. Kröber ins Haus der Geschichte. Dort wurde im Zusammenhang mit der am 9.06.2016 eröffneten Wechselausstellung „Inszeniert. Deutsche Geschichte im Spielfilm“ eine Schulveranstaltung angeboten. Bei dieser Gelegenheit wurde der Spielfilm „Der Staat gegen Fritz Bauer“ gezeigt. Besonderes Highlight der Veranstaltung war die anschließende Diskussion mit dem Zeitzeugen und ehemaligen Staatsanwalt des Frankfurter Auschwitz-Prozesses Gerhard Wiese.

Wir trafen uns am Bahnhof Messe/Deutz und fuhren dann zum Museum nach Bonn. In dem Vorführungssaal wurde eine kurze Begrüßungsrede gehalten, die den Beginn der Filmvorführung einleitete. Die Ereignisse spielen 12 Jahre nach dem Ende der NS-Zeit. Der Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, gespielt von Burghart Klaußner, macht es sich zur Aufgabe, einstige NS-Täter, allen voran den früheren SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann vor Gericht anzuklagen, als er 1957 einen wichtigen Hinweis auf dessen Aufenthaltsort erhält. Doch dieses Vorhaben wird ihm unter anderem von seiner eigenen Behörde und dem BKA schwer gemacht.

Der Film dauerte ungefähr 2 Stunden. Anschließend wurde auf der Bühne ein Interview mit dem ehemaligen Oberstaatsanwalt Gerhard Wiese und zwei Moderatoren vom Haus der Geschichte, Jacob Schafhausen und Dr. Katrin Winter, gehalten. Der frühere Oberstaatsanwalt erzählte viel über die damaligen Verhandlungen und auch etwas über den Oberstaatsanwalt Fritz Bauer selber.

Im Anschluss an das Interview traten wir den Heimweg an. Insgesamt stellte diese Veranstaltung, allein durch die Gegenwart des Zeitzeugen Gerhard Wiese, ein einmaliges, darüber hinaus interessantes und sehr aufschlussreiches Ereignis dar.

Lina S. (Klasse 9b)

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