Ermittlung des Bedarfs einer Medienscout-AG

Ausschlaggebend für die Gründung dieser AG, sind zunehmend schlechte Erfahrungen mit Problemen durch Nutzung von Social-Media-Angeboten bei zunehmend jüngeren Kindern. Um zu ermitteln, ob es sich um (tragische) Einzelfälle oder um gesteigerte Anforderungen bei den meisten Schülerinnen und Schüler handelt, haben wir eine kleine Umfrage durchgeführt. An der Umfrage kann übrigens weiter teilgenommen werden. Hier geht’s direkt zur Umfrage. Die aktuellen Ergebnisse, können direkt eingesehen werden.

Bei der ersten Erhebung von 205 Personen sind folgende Ergebnisse herausgekommen:

Die meisten Teilnehmer (>70%) sind im Alter von 10-12 Jahren.

Bildschirmfoto 2014-08-25 um 16.54.15 84 % nutzen Whatsapp

45% nutzen den Bilderdienst Instagram

40% nutzen Facebook.

Auffällig ist die hohe Verbreitung von Whatsapp. Eine Anwendung ausschließlich (!) für Smartphones. Erlaubt ist der Schluss, dass (mindestens) 84% der 10-12jährigen (schon) ein Smartphone besitzen. Ist das sinnvoll?

 

 

 

 

Bildschirmfoto 2014-08-25 um 16.55.32 Die Nutzungsdauer ist bei den Meisten (>60%) bei „bis zu 2 Stunden“. Das ist aus unserer Sicht kein kritischer Wert. 15% (also immerhin 30 Schülerinnen und Schüler) hingegen gaben an 6 oder mehr Stunden täglich soziale Dienste im Internet zu nutzen. Hier muss noch genauer geklärt werden, ob es die Onlinezeiten sind oder die tatsächliche aktive Zeit. In jedem Fall bedenkenswert.

 

Die Frage nach der persönlich empfundenen Wichtigkeit dieser Dienste bestätigt, dass die Nutzung eher im „normal-intensiven“ Bereich stattfindet. Lediglich für 17% sind diese Dienste „sehr wichtig“ oder sogar „überlebenswichtig“.  Vielleicht finden sich hier die 36 Intensivnutzer aus der vorherigen Frage wieder.

 

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Neben der Konfrontation mit technischen Problemen (nicht unser Thema) kennen 40% der Befragten das Problem „einfaches Mobbing“ und immerhin um die 30% „Bedrohung“ und „Erpressung“. Beruhigend, dass über die Hälfte unserer Teilnehmer, da noch keine Erfahrung gemacht haben.

 

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Nach eigenen Angaben, hat jeder 10. schon Erfahrungen mit Mobbing über soziale Netzwerke gemacht. Insgesamt ca. 10 Personen (5%) geben an, auch schon mit den anderen Gefahren in Kontakt gekommen zu sein.

Nach der Intensität befragt, tauchen wieder diese 5% auf, die angeben, dass soziale Angriffe sie „regelmäßig“ treffen und es sie „sehr stört“.

Diese Betroffenen können und sollen sich an uns wenden.  Ansonsten scheint unsere Hauptaufgabe in der Aufklärung und Prävention zu liegen.

Insgesamt scheint die Idee einer peer-to-peer-Beratung (also für Schüler durch Schüler) durchaus positiv angenommen zu werden.Bildschirmfoto 2014-08-25 um 16.56.47

Über 3/4 der Teilnehmer geben der Idee die Note 1-3. Das freut uns!

 

 

 

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Ebenfalls über die Hälfte aller Teilnehmer finden es sinnvoll oder wichtig, dass den Eltern Informationen zu dem Thema, z.B. durch eine Infoveranstaltung angeboten werden.

Auch sollen unsere Lehrerinnen und Lehrer die Nutzung erklärt werden.  (>50%)

Für unsere Mitschüler ist wichtig bis sehr wichtig (über 70% der Nennungen), über ihre Rechte im Internet informiert zu werden.

Wir machen uns unter der Leitung von Herrn Ziebolz in diesem Schuljahr daran eine regelmäßige Kontaktmöglichkeit für unsere Mitschüler anzubieten. Außerdem werden wir über uns auf den Elternabenden informieren und danach eine Informationsveranstaltung für Schüler und Lehrer entwickeln.

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